Ein Event-Bericht und eine Empfehlung.
Wer hatte nicht den Traum, Popstar zu werden? Doch die Kunst und Kultur ist ein hartes Pflaster, der Weg zum Erfolg voller Fallen und Steine, die im Weg liegen. Außerdem fehlt das Netzwerk – jedenfalls bis jetzt.
Am Montag, 10. März 2025, fand der 10. Stammtisch für Kunstschaffende im Club1019 in Wien statt. Zum Jubiläum kamen 170 Künstler*Innen zusammen, um zu netzwerken und gemeinsam zu musizieren.
Der Struggle der Musikwirtschaft
Ein*e Musikschaffende*r schafft 16 weitere Arbeitsplätze. Die österreichische Musikwirtschaft erzielt eine Bruttowertschöpfung von 7,5 Milliarden Euro. (Einen Einblick in die Branche gibt’s auch hier.) Und trotzdem fehlt anscheinend der Mut und das Selbstbewusstsein in der Branche. Organisator Reinhart Gabriel forderte beim 10. Stammtisch Sponsoren, Politik und Wirtschaft zu einem Umdenken auf: Förderungen seien „lohnende Investitionen, die sich wirtschaftlich um ein Vielfaches multiplizieren“.

Netzwerken für die Karriere
Ohne die richtigen Leute zu kennen, kommt man in Österreich nicht weit. Dieser Fakt ist (leider) in jeder möglichen Branche relevant – ob man in der Bank, als Tischler oder in der Kultur arbeiten will. Allerdings ist Netzwerken im Kunst- und Kulturbereich bisher immer schwer gewesen, denn es gibt selten Events wo Künstler*innen auf Organisator*innen treffen.
Deshalb hat Reinhart Gabriel den „Stammtisch für Kunstschaffende“ gegründet. Hier treffen Newcomer*innen auf Profis, Künstler*innen auf Personen aus dem Management und Politiker*innen auf die Menschen aus der Praxis. Beim 10. Stammtisch waren u.a. Stani (Alle Achtung), Maya Hakvoort, Alex Melcher (FalcoAlter Ego/Musical Rock Me Amadeus), Eva Maria Marold, Shlomit Butbul, Stefan Eigner (Starmania), Mat Schuh und Ö3-DJ Alex List vor Ort, sowie Donauinselfest-Chef Matthias Friedrich und Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

Wenn Arbeit sich wie Freizeit anfühlt
Der Abend startet mit einer Vorstellungsrunde. Bei 170 Personen ein mutiges Vorhaben. Allerdings übernehmen Moderatorin Rozalija Gregurek und Organisator Reinhart Gabriel diese Aufgabe und lesen eine Liste runter. Sie stellen jede Person vor – allerdings nicht nur den Beruf, sondern auch was die Person sucht oder bietet. Eine überraschend angenehme Angelegenheit, bei der man gleichzeitig einen guten Überblick über die Menschenmasse bekommt.
Es folgt lockeres Netzwerken, ein Auftritt der Band „THE UNTOUCHABLES“, ausgelassenes Tanzen und noch mehr Netzwerken. Bis es kommt, wie es kommen muss, wenn der Raum voller Künslter*innen ist, und die erste Person zur Gitarre greift. Der Abend endet mit gemeinsamen Musizieren und noch mehr Unterhaltungen.
Eine absolute Empfehlung für alle, die irgendwas mit Kunst und Kultur machen oder machen wollen.
Der nächste Stammtisch findet am 28. April 2025 statt. Mehr Infos gibt’s hier.