…wo Kultur noch für alle ist

Ein Übungsbuch zum Sterben, zwar ohne Übungen und Versprechen, aber mit persönlicher Geschichte, Reflektion und ganz viel „Großma“.

Manchmal vermitteln Bücher gerade durch ihre Unaufgeregtheit und das Ungesagte starke Emotionen. Der Roman „ë“ ist ein solches Werk.

Es ist ein Roman, der keine Gefangenen macht. Er will nicht gefallen, will nicht höflich sein. Und genau darin liegt seine Kraft.

Wie „betroffen“ muss man sein, um etwas beitragen zu dürfen? Wie nahe muss man am Ereignis dran gewesen sein?

Ein unaufgeregter Roman über das Leben als Kind eines alkoholkranken Vaters. Lena Schättes Figuren sind dabei beinahe unheimlich nah.

Der Debütroman von Fiona Sironic hat einen genialen Titel, interessanten Schreibstil und ist hochrelevant. Ich empfehle. 

Mit „Gym“ schreibt Verena Keßler der Generation Selbstoptimierung so lange aus der Seele, bis es zu einem krachenden Ende kommt.

Wenn man sich über den bisschen intellektuellen Anfang drüber getraut hat, taucht man in viele wahnsinnig spannend erzählte Geschichten ein.

Mit „Blinde Geister“ legt Lina Schwenk den Blick dahin, wo es unangenehm ist: auf die Kriegstraumata einer ganzen Generation.