Showeinlagen auf Rollerskates, Flöten-Duette und 35 Songs, die bewertet werden wollen.
35 Länder, 35 Lieder, über 180 Menschen und eine Mission: Alle Songs des Eurovision Song Contest 2026 anhören und anschließend ranken. Am Freitag, dem 10. April, trafen sich Mitglieder der OGAE Austria sowie ESC-begeisterte Freund*innen im Wien Museum, um sich die Beiträge des heurigen Wettbewerbs gemeinsam anzuhören und danach zu bewerten.
Das Event
Als ich im Dezember meine Interviews mit drei der Vorsitzenden der OGAE Austria – Manu, Nico und Michael – geführt habe, haben mir alle unabhängig voneinander vom selben Event erzählt: der OGAE Austria Preview-Bewertung. Angeblich eines DER Highlights im Fanclub. Das Prinzip ist einfach: Gemeinsam schaut man sich alle 35 Acts des heurigen ESC an, bewertet sie anschließend und kürt seine persönliche Top 10.
Ein Event wie für mich gemacht, dachte ich mir, also schnappte ich mir meine beste Freundin und machte mich mit ihr auf den Weg ins Wien Museum.
Für Mitglieder war das Event kostenlos, für Nichtmitglieder kostete es 10€. Ein Preis, der mehr als fair ist. Denn es werden nicht einfach nur die Videos abgespielt: Durch den Abend führten zwei unglaublich sympathische Moderatorinnen, die nicht nur spannende Facts zu jedem Act lieferten, sondern auch selbst für Unterhaltung sorgten.
Eine Show zum Rollen bringen
Schon die Opening-Nummer hatte es in sich: Auf Rollschuhen fuhren sie durch den Saal und performten ein Medley aus JJ’s „Wasted Love“ und Erika Vikman’s „Ich komme“ im Lip-Sync. Es folgte ein Eurovision-Medley auf der Blockflöte. Dank ihrer Energie fühlte sich das fast sieben Stunden lange Event erstaunlich kurzweilig an. Nachdem alle Lieder gehört waren, wurde es Zeit, das Handy zu zücken: Per QR-Code konnte man seine zehn Lieblingssongs auswählen und ihnen, ganz wie beim echten ESC, Punkte von eins bis zwölf vergeben. Anders als beim Original durfte man jedoch auch für das eigene Land abstimmen.
So entstand ein Fan-Ranking, das einen kleinen Vorgeschmack auf das tatsächliche Voting im Mai geben soll. Denn dieses Event findet nicht nur in Österreich statt, sondern in allen OGAE-Ländern, wodurch am Ende auch ein internationales Ergebnis entsteht. Würde es nach den österreichischen Fans gehen, gewinnt heuer Finnland mit „Liekinheitin“ von Linda Lampenius und Pete Parkkonen. Keine große Überraschung, schließlich liegt das Duo auch bei den Wettquoten auf Platz 1.

Mein Fazit
Dass das Event im Wien Museum stattfindet, ergibt absolut Sinn. Heuer fungiert es nämlich als Eurofan House, „der ESC-Treffpunkt für Fans, Acts und die internationale Eurovision-Community“, wie es auf der Website heißt. Geplant sind Interviews mit den Acts, Panel-Talks und weitere Programmpunkte, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem internationalen ESC-Fanmedium Wiwibloggs. Auch die OGAE Austria wird dort noch weitere Events veranstalten.
Ich bin ganz ehrlich: Manu, Nico und Michael haben nicht zu viel versprochen. Das Event war wirklich ein Highlight und mit viel Liebe zum Detail organisiert. Besonders die Moderatorinnen haben den Abend getragen. Und was man auch nicht unterschätzen darf: Hinter all dem steckt freiwillige Arbeit und genau das macht die Leidenschaft der Community umso spürbarer.