Ein umgetextetes Lied jagt das andere beim neuen Programm des Steirers mit der markanten Stimme.
Wenn der Kabarettist Mike Supancic sein neues Bühnenprogramm „Traumhafte Zeiten“ nennt, dann klingt das erst einmal positiv. Vielleicht darf man einen richtigen Wohlfühlabend erwarten. Aber es gibt halt nicht nur schöne Träume, aus denen man gar nicht aufwachen will, sondern auch Albträume. Und nicht wenige haben das Gefühl, dass wir uns gerade allesamt in einem solchen befinden. Diese aktuelle Weltlage – inklusive ihrer diversen Diskrepanzen – fasst Mike Supancic gleich in seinem ersten Song zusammen. Es ist also kein Wunder, wenn man in Zeiten wie diesen schlecht träumt.
Ihm in seine Träume zu folgen, dazu lädt der Künstler sein Publikum ein. Er träumt zum Beispiel von einem musikalischen Auftritt beim Städtetag frei nach Thomas Bernhards „Städtebeschimpfungen“, von Selfservice-OPs, von KI-Betrügern, von den Top Ten in Radio Austria First, von krassen neuen Computerspielen, vom Degenerieren unserer Gesellschaft, von einem Horrorfilm-Trailer und noch von vielen weiteren Dingen, bei denen sich aktuelle Bezüge aufdrängen.

Bitte aufwachen!
Mit gewohnt derbem Humor und böser Zunge übt der Steirer viel Kritik an verschiedenen Zuständen und Auswüchsen unserer Gegenwart. Vor allem Donald Trump bekommt sein Fett ab, wenn Mike Supancic seine markante eindringliche Stimme erhebt, die jede*n aus den tiefsten (Alb-)Träumen aufzuwecken vermag.
Dass auch ein bisschen Stimmenimitation mit dabei ist, gehört dazu bei Mike Supancic, der wieder einmal einen unterhaltsamen Liederabend mit bitterem Beigeschmack abliefert, wie seine Fans es kennen und mögen. Eine umgetextete Coverversion jagt dabei die andere in einer wahren Albtraum-Hitparade. Musikalisch springt er zwischen den Genres hin und her, und vor allem in der zweiten Hälfte dreht er so richtig auf. Spätestens da sind auch die letzten Träumenden hellwach.
Alle Termine findest du hier.